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"Du bist bis zum letzten Augenblick Deines Lebens wichtig 
und wir werden alles tun, damit Du nicht nur in Frieden sterben,
sondern auch bis zuletzt leben kannst."
 Cicely Saunders
 

Frau P.

Im Sommer 2012 bekam Frau P., eine alleinstehende Dame, eine unheilbare Krankheit mit sehr schlechter Prognose.  

Als starke Raucherin war es für sie eine Horrorvorstellung, nicht bis zuletzt rauchen zu können oder zu dürfen oder auch überhaupt in die Abhängigkeit von Anderen zu geraten. Nach langen und intensiven Gesprächen fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könnte, sie zu Hause bis zuletzt zu betreuen.

Im Januar 2013 wurde sie stationär auf eine palliative Abteilung in einer großen Uniklinik aufgenommen. Sehr schwach und kurzatmig rief sie mich an und bat mich, sie abzuholen und nach Hause zu bringen. Allerdings gab es große Schwierigkeiten, ein Transport-Sauerstoffgerät auszuleihen. Dazu war das Personal sehr gegen die Entlassung, da man die letzte Betreuung zu Hause als unverantwortlich sah.

Durch einen Bekannten, der in der Klinik Oberarzt war und sich für uns einsetzte, gelang es uns trotzdem, nach Hause zu kommen.

Es war Freitag Abend. Am folgenden Montagnachmittag schlief sie ruhig, zufrieden und schmerzfrei ein. Sie war sehr glücklich darüber, dass ihr letzter Wunsch, zu Hause in Frieden sterben zu dürfen, erfüllt worden war.

Den letzten Brief schrieb Frau P. 14 Stunden bevor sie starb:

„Lieber Herr Dr.... , ohne Ihre tatkräftige Hilfe hätte ich das Klinikum am Freitag nicht verlassen können. Ihnen verdanke ich ein Wochenende, das ich mir im Rahmen meiner Möglichkeiten so angenehm wie möglich gestalten konnte. Sie wissen gar nicht, was mir dies bedeutet. Vielen, vielen Dank“
 


Frau Inge M.

Frau Inge M. erkrankte schwer im Juli 2011. Trotz Behandlungen, Therapien und Operationen konnte Frau M. bis April 2013 ein fast normales Leben führen. Bis dahin hatte sie sich vollkommen selbst versorgt. Ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung war für Inge sehr wichtig. Sie legte auch großen Wert auf ein gepflegtes Aussehen. Als die letzten Behandlungen beendet waren, war es eine erhebliche Erleichterung für sie und ihre Tochter, dass sie in ihre Wohnung, die sich in ihrem eigenen Hotel befand, zurückkehren konnte.

Ab diesem Zeitpunkt übernahm ich ihre tägliche Pflege. Ein Zimmer wurde schnell mit Krankenbett usw. eingerichtet, da ihre Prognose sehr schlecht war. Durch eine sehr effiziente Schmerztherapie sowie Frau Inges unglaubliche Willenstärke konnte sie ihre Selbstständigkeit lange behalten und ich konnte zusehen, wie ihr Zustand sich Tag für Tag verbesserte. Fußpflege und Friseur wurde angeordnet und eine Party mit vielen Freunden in der Gaststube gefeiert. Ihre Tochter musste natürlich ständig für die Gäste im Restaurant da sein, aber trotzdem nahm sie sich viel Zeit mit ihrer Mutter. Jeden Tag ein Glas Sekt und kleine Leckereien. Blumendekorationen und Rezepte fürs Hotel wurden wie immer besprochen. Inge hatte das Gefühl, immer noch ein Teil ihres geliebten Hotelbetriebes zu sein. 
8 Wochen vergingen und plötzlich verschlechterte sich ihr Zustand. Im Beisein von ihren zwei Töchtern schlief sie ruhig ein.

Inge bleibt bei mir immer in Erinnerung als eine großartige, unglaublich starke und sehr positive Dame, die sich nie beschwerte oder über ihre Lage klagte. Ich bin ihr und ihrer Familie dankbar, dass ich diese Aufgabe übernehmen durfte.
 


Frau Gröner schreibt:

Unsere Mutter erhielt im Juli 2011 die Diagnose Darmkrebs.

Nach erster OP wurden wir über das Unausweichliche informiert. Leider war der Krebs zu spät erkannt und somit nicht zu heilen. Trotz sehr negativer Vorzeichen erholte sich unsere Mutter zu Hause zusehends schnell von mehreren OPs und dem langen Krankenhausaufenthalt. Auch die andauernden Chemotherapien vertrug sie gut. Sie konnte glücklicherweise auch während dieser Therapien zu Hause wohnen, und musste lediglich für Stunden das Haus verlassen. Die Erholung war so perfekt, dass Sie zeitweise "gesund" erschien.  

Ich muss noch erwähnen, dass sie sehr selbstständig war, einen starken Willen hatte, gepaart mit einer gehörigen Portion Kraft und Energie.

Der Rückschlag folgte plötzlich und unerwartet, obwohl wir es doch alle wussten. Nach erneuten Chemo- und Schmerztherapien kam unsere Mutter für eine Bestrahlungstherapie in die Klinik. Aus diesem Klinikum (neu, sonnendurchflutet freundlich gestaltet) haben wir sie am Sonntag Mittag "alleinverantwortlich" entlassen und nach Hause geholt. Der Grund: MISERABLE medizinische Versorgung (nicht kümmern/nichts merken/nichts sehen wollen – z.B. hatte sie am Rücken einen 15 cm großen offenen Dekubitus!!!)   

Dieses Nach-Hause-Holen war für uns eine Selbstverständlichkeit, obwohl wir Angst vor dem Unerwarteten hatten. Keiner von uns war erfahren in Sache Pflege und Versorgung. "Wie ist das, wenn die Mutter stirbt ???" Wir waren schon sehr verzweifelt! Ja, wir hatten Angst davor.

Unsere Freundin Charlotte war uns in dieser Zeit ein Segen.

Die komplette medizinische Versorgung meiner Mutter wurde in perfektester und liebevollster Art und Weise vorgenommen - das korrekte Versorgen von ihren Wunden, das Einholen von Rezepten, verbunden mit Apotheken- und Arztbesuchen, das Anwesendsein und die Gespräche bei Hausbesuchen mit den versorgenden Ärzten.

Großes Lob bekam Charlotte nach jedem Hausbesuch der Ärzte – diese tolle Wundheilung hätten sie nicht vermutet. Tja das war Charlotte!    

Und auch …. die Gespräche mit UNS, die Gespräche mit mir. Das Beruhigen! Das Aufklären! Was passiert jetzt? – die Fragen!

Jeder noch so kleine Erfolg wurde von meiner Mutter und uns gefeiert. Wir zusammen waren eine starke Gemeinschaft.

Und wir konnten ihr eine lebenswerte & liebenswerte Zeit schenken. Dank Charlotte!!! Das hätten wir alleine nicht gekonnt.  

Heute bin ich froh, dass wir uns getraut haben, unsere Mutter nach Hause zu holen! Wir alle waren Wunscherfüller, Gesprächspartner, es wurde miteinander gelacht und geweint – wir haben es gemeinsam bewältigt.

Unser aller Respekt gilt Charlotte, die uns in dieser schweren Zeit aktiv begleitet hat – Danke !

Conny Gröner & Barbara Wehmeyer
Braunstrasse 5
64720 Michelstadt / Odw.
Tel : 06061 / 71017      


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